Baustoffkreislauf Beton

Rezyklieren ist das neue Produzieren. Materialien verlieren nicht gleich ihren Wert, bloss weil sie einmal verwendet wurden. Sie wiederaufzubereiten und ihrem Materialkreislauf zurückzuführen erfordert fundierte Materialkenntnisse im Baustoff-Recycling. Auch Produktionsarten und -anlagen, die Annahme von Materialien und deren professionelle Aufbereitung sind relevante Faktoren, bei denen sich unser heutiger Wissensstand täglich erweitert.

Die Qualität der Recyclingbaustoffe ist vergleichbar mit natürlichen Baustoffen. Die Qualitätssicherung beginnt bereits beim Rückbau: Je sortenreiner, also sauberer die Materialien zurückgebaut werden, desto hochwertiger lassen sie sich später wiederverwenden. Kiesiges Aushubmaterial wird in einer Vorwaschanlage vorgereinigt und anschliessend ins Werk befördert, wo sie gewaschen, gesiebt und als klassierter Rundkies für die Weiterverarbeitung zwischengelagert werden. Rückbau-Beton, Strassenaufbruch vermischt, Dachziegel, Mischabbruch und Ausbauasphalt werden für den direkten Verkauf oder für die Produktion von gebundenen Recycling-Baustoffen aufbereitet.

Ausgediente Häuser produzieren Bauschutt

Am Ende eines Lebenszyklus wird das Haus rückgebaut. Vor dem eigentlichen Rückbau werden sämtliche Schadstoffe aus dem Haus entfernt und somit aus dem Baustoffkreislauf ausgeschlossen. Anschliessend wird das Haus maschinell rückgebaut.

Der Bauschutt wird sortiert

Nun wird der Bauschutt mit dem Lastwagen oder Zug in die Aufbereitungsanlage transportiert. Was nicht auf der Baustelle sortiert werden konnte, wird mit intelligenter Robotertechnik aussortiert. Dank dieser intelligenten Robotertechnik ist eine hochwertige Aufbereitung möglich.

Der Bauschutt wird aufbereitet

Der sortierte Bauschutt wird gebrochen und in verschiedene Feinheitsstufen und Qualitäten unterteilt. Die so gewonnenen Fraktionen ersetzen als Sekundärrohstoff den Sand und Kies aus natürlichen Ressourcen im Beton.

Produktion von neuem Beton

Die Gesteinskörner werden in einer Betonanlage mit Zement und Wasser vermischt. So entsteht neuer Beton aus Bauschutt. Dieser hat die gleiche Qualität wie Beton aus abgebauten Primärressourcen.

Zusätzliche Bindung von CO2

Der Zementstein im Betonabbruch weist grosses Potenzial zur CO2 Speicherung auf. Das Element, welches in den Poren vorliegt, reagiert zusammen mit CO2 zu Kalkstein, welches eine sehr stabile Verbindung ist, die auch nach einem weiteren Rückbauprozess bestehen bleibt. Somit kann das CO2 langfristig gebunden werden – theoretisch jährlich über 70’000 Tonnen allein in der Schweiz.

Bereit zum Neubau

Aus zirkulärem Beton entstehen neue Häuser. Dank der innovativen Aufbereitungstechnologie kann dieser Beton für alle Bauteile verwendet und so der der Baustoffkreislauf zirkulär geschlossen werden.

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