Temporäre, schonende Bodennutzung

Wiederauffüllung und Rekultivierung gehören zum Kiesabbau

RUBIGEN – Kästli legt grossen Wert darauf, dass der Kiesabbau möglichst naturschonend ist. Auf den Abbau folgen die Auffüllung der Grube und anschliessend die Rekultivierung. Oberste Priorität bei diesen Arbeiten hat die Qualität.

Im letzten Frühjahr stand Kästli vor einer besonderen Herausforderung: Der Abbau des Restkieses in der Bodenweid und die Wiederauffüllung des angrenzenden Gebiets Bollholz konnten nach einer mehrmonatigen Zwangspause Anfang 2018 wiederaufgenommen werden. Innerhalb Monatsfrist wurden die restlichen 10’000 Kubikmeter Kies abgebaut. «Parallel dazu konnten wir die Arbeiten zur Auffüllung der Materialabbaustelle wiederaufnehmen bzw. weiterführen», erklärt Samuel Boll, Bereichsleiter Baustoff und Recycling bei Kästli. «Unser Rekultivierungsplan sieht vor, die Etappe in Richtung Bollholz bis ins Jahr 2020 fertig zu rekultivieren. Wir sind zuversichtlich, dass die Arbeiten nach dem mehrmonatigen Stillstand nun geordnet und zielgerichtet weitergeführt werden können».

Für die Rekultivierung mit dem Langarmbagger braucht es Fingerspitzengefühl: Erfahrene Kästli-Maschinenführer ermöglichen das Einhalten von straffen Zeitplänen.
Ergebnis einer erfolgreichen Zusammenarbeit: Im Hüsiacher bei Kleinhöchstetten hat Kästli ebenfalls Kies abgebaut, Aushubmaterial deponiert und anschliessend rekultiviert.
Titelbild: Wie in der Bodenweid wird auch im Eichholz ausschliesslich sauberes Aushubmaterial aus der Region zur Auffüllung verwendet. Bis es soweit ist, setzt Kästli beim Kiesabbau auf umweltschonende Lösungen: Förderbänder führen direkt ins Kieswerk.
Kontakt

Samuel Boll | Leiter Baustoffe + Recycling
Mobil 079 408 29 31
samuel.boll@kaestlibau.ch

Samuel Boll leitet seit 1. Januar 2018 den Bereich Baustoff + Recycling bei der Kästli Bau AG. Er ist studierter Geologe und bringt neben zehn Jahren Erfahrung im Tunnelbau auch wirtschaftliche Weiterbildung mit. Boll ist im September 2017 zum Familienunternehmen in Rubigen gestossen.

Regionale Nähe ist wichtig

Bis 2025 wird die komplette Grube in der Bodenweid Etappe für Etappe aufgefüllt. Pro Tag werden bis zu 2’000 Kubikmeter Erde mit Lastwagen eingebracht. Das Material stammt von Aushubarbeiten auf Baustellen aus der Region. Vor Ort übernehmen Bulldozer die LKW-Ladungen. Sie schieben das Aushubmaterial an die passende Stelle, bauen dieses ein und sorgen für die nötige Verdichtung des Materials. Für die Rekultivierungsarbeiten kommt der Langarmbagger zum Einsatz. «Dank unserer langjährigen Erfahrung und bodenkundlich ausgewiesener Begleitung können wir die einwandfreie Qualität des Oberbodens garantieren», verspricht Bereichsleiter Boll. Am Ende der Arbeiten wird die rekultivierte Fläche dem Grundeigentümer wieder zur landwirtschaftlichen Nutzung zurückgegeben.

Förderband statt LKW

«Wir nehmen und geben laufend zurück», erklärt Boll die Philosophie seiner Arbeitgeberin. Auch im aktuellen Abbaugebiet, dem Eichholz erfolgen die Arbeiten betreffend Abbau und Auffüllung in jeweils aufeinanderfolgenden Etappen: Während in der einen Etappe abgebaut wird, wird parallel die vorgängige Abbauetappe wieder aufgefüllt. Wie in der Bodenweid wird ausschliesslich sauberes Aushubmaterial aus der Region zur Auffüllung der Grube verwendet. Bis es soweit ist, setzt Kästli beim Abbau und Transport des gewonnenen Kieses auf umweltschonende Lösungen: Der gewonnene Kies wird über ein 80 Zentimeter breites und 327 Meter langes Förderband direkt ins Werk geführt. «Dieses Verfahren wirkt sich nicht nur positiv auf unseren CO2-Haushalt aus», erklärt Samuel Boll. «Es bringt auch logistische Vorteile.» Während der Kies in der ersten Phase des Abbaus im Eichholz von Baggern und Radladern abtransportiert werden musste, wird er heute direkt am Abbauort in eine Aufgabegosse gegeben. Bereichsleiter Boll ist überzeugt: «Weniger Staub, Lärm und Verkehr – die Investition in der Höhe von etwas mehr als einer Million Franken lohnt sich definitiv nicht nur für Kästli.»

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